Untersuchungsmethoden
Im Bereich Untersuchungsmethoden finden Sie Informationen zu den diagnostischen Verfahren, die wir in unserer Praxis einsetzen. Dazu gehören allgemeinpädiatrische und kinderkardiologische Untersuchungen, mit denen wir Beschwerden abklären, Befunde einordnen und Verlaufskontrollen durchführen.
Die einzelnen Abschnitte erklären, wann eine Untersuchung sinnvoll sein kann, wie sie abläuft und was vor dem Termin zu beachten ist. So können sich Kinder, Jugendliche, Eltern und erwachsene Patientinnen und Patienten mit angeborenem Herzfehler gut auf den Praxisbesuch vorbereiten.
Untersuchungsmethoden Kardiologie
Echokardiografie
Die Echokardiographie ist die Kernuntersuchung der Kinderkardiologie und eine der wichtigsten bildgebenden Untersuchungen des Herzens. Mithilfe von Ultraschall können Aufbau und Funktion des Herzens in Echtzeit dargestellt und beurteilt werden – schmerzfrei und ohne Strahlenbelastung.
Was hat eine Fledermaus mit dem Herz-Ultraschall zu tun?
Fledermäuse nutzen Ultraschall, um sich zu orientieren: Sie senden Töne aus, die vom Umfeld zurückgeworfen werden. Aus diesen Echos entsteht für die Fledermaus ein Bild ihrer Umgebung.
Ganz ähnlich funktioniert die Echokardiographie. Das Ultraschallgerät sendet Schallwellen aus, die an den Strukturen des Herzens unterschiedlich zurückgeworfen werden. Ein Computer verarbeitet diese Echos zu bewegten Bildern des Herzens – live und in Echtzeit.
Anwendungsgebiete
Die Echokardiographie kann bei Säuglingen, Kindern und Jugendlichen sowie bei Erwachsenen mit angeborenem Herzfehler (EMAH) durchgeführt werden. Typische Fragestellungen sind zum Beispiel:
- Verdacht auf einen angeborenen Herzfehler
- Abklärung auffälliger Herzgeräusche
- Abklärung von Herz-Kreislauf-Beschwerden oder Brustschmerzen
- Verlaufskontrollen bei bekannten angeborenen oder erworbenen Herzerkrankungen
- Kontrollen nach Herzoperationen oder Herzkathetereingriffen
- kardiologische Untersuchungen vor bestimmten Eingriffen oder bei sportmedizinischen Fragestellungen
Ablauf der Untersuchung
Bei der Echokardiographie wird ein Ultraschallkopf mit etwas Gel auf die Brust und den Oberbauch aufgesetzt und in verschiedene Positionen bewegt. Aus den zurückgeworfenen Schallwellen entstehen bewegte Bilder des Herzens – die sogenannte 2-D-Echokardiographie.
Zur Untersuchung gehört auch die Doppler-Echokardiographie. Damit können Richtung und Geschwindigkeit des Blutflusses im Herzen und in den herznahen Gefäßen beurteilt werden. Während der Untersuchung wird zusätzlich ein Elektrokardiogramm (EKG) abgeleitet, damit die Ultraschallbilder dem Herzzyklus genau zugeordnet werden können.
Ergänzend können spezielle Verfahren wie der Gewebedoppler eingesetzt werden, um die Bewegung und Funktion des Herzmuskels genauer zu beurteilen.
Wichtige Hinweise
- Säuglinge und Kleinkinder werden meist in Rückenlage untersucht, ältere Kinder und Jugendliche häufig in Linksseitenlage.
- Eine ruhige Atmosphäre erleichtert die Untersuchung und verbessert die Bildqualität.
- Kleine oder unruhige Kinder können bei Bedarf auch auf dem Schoß eines Elternteils untersucht werden.
- Auf Wunsch können Musik oder kindgerechte Filme bei der Ablenkung helfen.
- Über einen zweiten Bildschirm können Kinder und Eltern die Untersuchung mitverfolgen.
- Eine spezielle Vorbereitung ist in der Regel nicht erforderlich.
- Die Untersuchung dauert meistens etwa 10 bis 15 Minuten; bei komplexeren Fragestellungen kann sie länger dauern.
Technische Ausstattung
Für die Echokardiographie stehen uns zwei Ultraschallgeräte vom Typ GE Vivid E90 Ultra Edition mit speziellen Schallköpfen für unterschiedliche Alters- und Körpergrößen zur Verfügung.
Digitale Befundspeicherung und ärztliche Vernetzung
Die Bilddaten der Echokardiographie werden digital archiviert. Dadurch können wir frühere Untersuchungen bei Verlaufskontrollen direkt mit aktuellen Befunden vergleichen. Dies ist insbesondere bei bekannten angeborenen Herzfehlern und anderen langfristig zu kontrollierenden Herzerkrankungen wichtig.
Bei komplexeren Fragestellungen können wir Befunde über eine verschlüsselte Datenverbindung direkt mit spezialisierten Zentren wie dem Deutschen Herzzentrum der Charité (DHZC) austauschen. Dies ermöglicht eine enge fachliche Abstimmung, zum Beispiel bei der Planung weiterer Untersuchungen oder eines Eingriffs, und kann unnötige Doppeluntersuchungen vermeiden.
Häufige Fragen
Ist die Echokardiographie schmerzhaft?
Nein. Die Untersuchung ist schmerzfrei und kommt ohne Strahlenbelastung aus.
Wie lange dauert die Untersuchung?
Meist etwa 10 bis 15 Minuten. Bei komplexeren Fragestellungen oder wenn ein Kind mehr Zeit benötigt, kann die Untersuchung länger dauern.
Kann die Echokardiographie auch bei Säuglingen durchgeführt werden?
Ja. Eine Echokardiographie kann bereits bei Neugeborenen und jungen Säuglingen durchgeführt werden.
Wie kann ich mein Kind während der Untersuchung unterstützen?
Eine möglichst ruhige Situation erleichtert die Untersuchung. Nähe, beruhigende Worte und eine vertraute Ablenkung können insbesondere kleinen Kindern helfen.
Terminvereinbarung
Die Echokardiographie erfolgt in der Regel im Rahmen eines kinderkardiologischen oder EMAH-Termins.
Bitte buchen Sie Ihren Termin bevorzugt über Doctolib.
Bitte wählen Sie je nach Situation eine der folgenden Terminarten:
- Kinderkardiologie Neuvorstellung, wenn Ihr Kind zum ersten Mal bei uns vorgestellt wird
- Kinderkardiologie Verlaufskontrolle, wenn Ihr Kind bereits bei uns in Behandlung ist
- EMAH Neuvorstellung, wenn Sie als Erwachsene oder Erwachsener mit angeborenem Herzfehler erstmals zu uns kommen
- EMAH Verlaufskontrolle, wenn Sie bereits in unserer EMAH-Betreuung sind
Sollte eine Online-Terminvereinbarung im Einzelfall nicht möglich sein, können Sie uns auch telefonisch oder per E-Mail kontaktieren.
Telefon: 030 855 90 27
E-Mail: info@kindundherz.de
EKG (Elektrokardiogram)
Das Elektrokardiogramm, kurz EKG, ist eine schmerzfreie und nicht-invasive Untersuchung zur Beurteilung der elektrischen Aktivität des Herzens. Es gehört zu den grundlegenden Untersuchungsmethoden der Kinderkardiologie und ist Bestandteil vieler kardiologischer Untersuchungen in unserer Praxis.
Wann ist ein EKG sinnvoll?
Ein Ruhe-EKG kann unter anderem bei folgenden Fragestellungen sinnvoll sein:
- Verdacht auf Herzrhythmusstörungen, zum Beispiel bei Herzrasen, Herzstolpern oder Synkopen
- auffällige Herzfrequenz oder auffälliger Puls
- Abklärung bestimmter Herz-Kreislauf-Beschwerden
- kardiologische Abklärung eines auffälligen Herzgeräusches
- bekannte angeborene oder erworbene Herzerkrankungen
- Verlaufskontrollen bei Kindern und Jugendlichen mit angeborenem Herzfehler
- Verlaufskontrollen bei Erwachsenen mit angeborenem Herzfehler (EMAH)
- bestimmte Fragestellungen vor oder während einer medikamentösen Behandlung
- sportmedizinische Fragestellungen, insbesondere bei Beschwerden oder Risikofaktoren
Ablauf der Untersuchung
Wir führen ein sogenanntes 12-Kanal-Ruhe-EKG durch. Dabei liegt Ihr Kind beziehungsweise die Patientin oder der Patient möglichst entspannt auf einer Untersuchungsliege. Für die Untersuchung werden insgesamt zehn Elektroden angebracht: sechs Elektroden am Brustkorb sowie vier Elektroden an Armen und Beinen. Darüber wird die elektrische Aktivität des Herzens aufgezeichnet.
Die eigentliche EKG-Aufzeichnung dauert nur wenige Sekunden. Wichtig ist, dass währenddessen möglichst ruhig gelegen wird. Bei jüngeren Kindern können Musik oder kindgerechte Filme bei der Ablenkung helfen.
Beurteilt werden unter anderem Herzrhythmus und Herzfrequenz, die elektrische Herzachse, Erregungsleitung und Erregungsrückbildung sowie mögliche Hinweise auf eine Belastung oder Vergrößerung einzelner Herzabschnitte.
Wichtige Hinweise
- Das EKG ist schmerzfrei und kommt ohne Strahlenbelastung aus.
- Die gesamte Untersuchung einschließlich Vorbereitung dauert in der Regel etwa 10 bis 15 Minuten.
- Für ein bei uns als Einzelleistung durchgeführtes Ruhe-EKG benötigen Sie eine gültige Überweisung Ihrer behandelnden Ärztin oder Ihres behandelnden Arztes.
- Bei der Online-Buchung über Doctolib wählen Sie bitte die Terminart Ruhe-EKG.
- Ein Elternteil kann bei Kindern selbstverständlich bei der Untersuchung anwesend sein.
- Im Rahmen eines einzeln gebuchten EKG-Termins führen wir keine Blutentnahmen durch. Falls eine Blutuntersuchung erforderlich ist, wenden Sie sich bitte an Ihre behandelnde Kinder- oder Hausarztpraxis.
Häufige Fragen
Ist das EKG schmerzhaft?
Nein. Die Untersuchung ist schmerzfrei. Lediglich das Anbringen und Entfernen der Elektroden kann kurz ungewohnt sein.
Wie lange dauert die Untersuchung?
Die eigentliche EKG-Aufzeichnung dauert nur wenige Sekunden. Mit Vorbereitung sollten Sie insgesamt etwa 10 bis 15 Minuten einplanen.
Wann erhalte ich das Ergebnis?
Das EKG wird ärztlich ausgewertet. Bei einer gezielten Untersuchung auf Überweisung kann der Befund anschließend an die überweisende Praxis übermittelt werden.
Reicht ein EKG zur Diagnose eines Herzfehlers?
Nein. Ein EKG kann wichtige Hinweise geben, stellt die Herzstrukturen aber nicht direkt dar. Bei Verdacht auf einen angeborenen Herzfehler ist insbesondere die Echokardiographie von Bedeutung.
Terminvereinbarung
Ein EKG kann bei entsprechender Fragestellung auch als alleinige Untersuchung auf Überweisung durchgeführt werden.
Bitte buchen Sie Ihren Termin bevorzugt über Doctolib und wählen Sie die Terminart EKG (Ruhe-EKG).
Bei Fragen erreichen Sie uns per E-Mail unter info@kindundherz.de oder telefonisch unter 030 855 90 27.
Langzeit-EKG
Ein Langzeit-EKG (LZ-EKG) dient der kontinuierlichen Aufzeichnung der elektrischen Herzaktivität über einen längeren Zeitraum, meist über 24 bis 48 Stunden. So können Herzrhythmusstörungen erfasst werden, die während eines kurzen Ruhe-EKGs möglicherweise nicht auftreten. Die Untersuchung ist schmerzfrei und für Kinder, Jugendliche und Erwachsene geeignet.
Für wen ist ein Langzeit-EKG sinnvoll?
- Herzstolpern, Herzrasen oder andere Hinweise auf Herzrhythmusstörungen
- Schwindel, Ohnmachtsanfälle (Synkopen) oder unklare Schwächeepisoden
- Verdacht auf selten oder nur vorübergehend auftretende Herzrhythmusstörungen
- Kontrolle bestimmter Herzrhythmusstörungen oder einer medikamentösen Behandlung
- Verlaufskontrollen bei angeborenen Herzfehlern, wenn eine Rhythmusüberwachung erforderlich ist
Wie verläuft die Untersuchung?
- Auf dem Brustkorb werden fünf Klebeelektroden angebracht.
- Die Elektroden werden mit einem kleinen tragbaren Langzeit-EKG-Gerät verbunden.
- Das Gerät kann in einer Gürtel- oder Umhängetasche beziehungsweise in einem kleinen Rucksack getragen werden.
- Die Aufzeichnung erfolgt in der Regel über 24 bis 48 Stunden.
- Beschwerden oder besondere Ereignisse können während der Aufzeichnung am Gerät markiert und sollen im Tagesprotokoll notiert werden.
Wichtige Hinweise für den Untersuchungszeitraum
- Der gewohnte Tagesablauf – beispielsweise Kita, Schule, Studium oder Arbeit – sollte möglichst beibehalten werden.
- Das Gerät darf nicht mit Wasser in Kontakt kommen. Duschen, Baden und Schwimmen sind während der Aufzeichnung daher nicht möglich.
- Bitte vermeiden Sie Verschmutzungen durch Sand, Wasser oder starken Schmutz. Während der Aufzeichnung sollte Ihr Kind zum Beispiel nicht im Sandkasten spielen.
- Starke körperliche Belastungen mit ausgeprägter Schweißbildung sollten vermieden werden, da sich die Elektroden lösen können.
- Bitte behandeln Sie das Gerät sorgfältig. Starke Stöße, Schläge oder ein Sturz auf den Boden können das Gerät beschädigen.
- Das Batteriefach darf nicht geöffnet werden.
- Bitte geben Sie das Gerät möglichst am folgenden Tag wieder in der Praxis ab, da die Geräte häufig für weitere Patientinnen und Patienten reserviert sind.
- Ein Postversand zur Rückgabe ist nicht möglich. Bitte geben Sie das Gerät persönlich oder durch eine beauftragte Person in der Praxis zurück.
- Die Geräte sind hochwertige medizinische Messgeräte. Bei Verlust oder erheblicher Beschädigung können gegebenenfalls hohe Kosten entstehen.
- Bitte führen Sie ein Tagesprotokoll: Notieren Sie Aktivitäten, Schlafenszeiten und Beschwerden wie Herzrasen, Herzstolpern oder Schwindel möglichst mit genauer Uhrzeit.
- Das Protokoll können Sie direkt herunterladen oder im Servicebereich unserer Website aufrufen.
Auswertung und Rückmeldung
Nach Abschluss der Aufzeichnung wird das Gerät in unserer Praxis zurückgegeben. Die gespeicherten Daten werden anschließend ärztlich ausgewertet und mit den im Tagesprotokoll dokumentierten Beschwerden und Aktivitäten verglichen.
Bei einer Untersuchung auf Überweisung kann der Befund anschließend an die überweisende Kinderarzt-, Hausarzt- oder kardiologische Praxis übermittelt werden. Bei relevanten Auffälligkeiten besprechen wir das weitere Vorgehen mit Ihnen.
Häufige Fragen
Ist das Langzeit-EKG schmerzhaft?
Nein. Die Untersuchung ist schmerzfrei. Lediglich das Anbringen und Entfernen der Klebeelektroden kann kurz ungewohnt sein.
Kann mein Kind damit zur Schule oder in die Kita gehen?
Ja. Der normale Tagesablauf soll möglichst beibehalten werden, damit die Herzaktivität unter alltäglichen Bedingungen aufgezeichnet wird.
Darf mein Kind mit dem Langzeit-EKG Sport treiben?
Normale Alltagsaktivitäten sind erwünscht. Starke körperliche Belastungen mit ausgeprägter Schweißbildung sollten jedoch vermieden werden, da sich die Elektroden lösen können. Wassersport ist während der Aufzeichnung nicht möglich.
Was mache ich, wenn sich eine Elektrode löst?
Wenn sich eine Elektrode löst, befestigen Sie diese möglichst wieder an derselben Stelle. Falls dies nicht gelingt oder Sie unsicher sind, können Sie sich an unsere Praxis wenden.
Wie lange dauert es, bis das Ergebnis vorliegt?
Die Aufzeichnung muss nach Rückgabe zunächst vollständig ausgewertet und ärztlich beurteilt werden. Die Befundübermittlung erfolgt daher in der Regel nicht unmittelbar bei Rückgabe des Geräts.
Terminvereinbarung
Ein Langzeit-EKG (LZ-EKG) kann bei entsprechender Fragestellung als einzelne Untersuchung auf Überweisung oder im Rahmen einer kinderkardiologischen beziehungsweise EMAH-Betreuung durchgeführt werden.
Bitte buchen Sie Ihren Termin bevorzugt über Doctolib und wählen Sie die Terminart Langzeit-EKG (LZ-EKG).
Bei Fragen erreichen Sie uns per E-Mail unter info@kindundherz.de oder telefonisch unter 030 855 90 27.
Ereignis-Rekorder (PhysioMem® PM 100)
Manche Herzrhythmusstörungen treten so selten und unvorhersehbar auf, dass sie in einem normalen EKG oder Langzeit-EKG möglicherweise nicht erfasst werden. In solchen Fällen kann ein sogenannter Ereignis-Rekorder helfen, den Herzrhythmus während der Beschwerden aufzuzeichnen und die Ursache besser einzuordnen.
Für wen ist diese Untersuchung geeignet?
Diese Zusatzuntersuchung kommt insbesondere in Betracht bei:
- Kindern und Jugendlichen mit seltenen, unklaren Herzbeschwerden
- Erwachsenen mit angeborenem Herzfehler (EMAH), bei denen anfallsartige Rhythmusstörungen vermutet werden
- Patientinnen und Patienten mit wiederkehrendem Herzstolpern, Herzrasen, Schwindel oder Ohnmachtsanfällen, bei denen im Ruhe-EKG oder Langzeit-EKG bisher kein eindeutiger Befund erfasst wurde
Der Ereignis-Rekorder wird nicht routinemäßig vergeben, sondern nur, wenn wir die Untersuchung im Rahmen einer kinderkardiologischen oder EMAH-Abklärung medizinisch für sinnvoll halten.
Was wird gemacht?
In unserer Praxis verwenden wir dafür den Ereignis-Rekorder PhysioMem® PM 100. Das Gerät ist etwa so groß wie ein Smartphone und kann bei entsprechender Indikation für mehrere Tage bis Wochen mitgegeben werden.
Der Ereignis-Rekorder ist ein tragbares Gerät. Er wird nicht dauerhaft am Körper befestigt und nicht implantiert. Tagsüber sollte er möglichst griffbereit getragen werden, zum Beispiel in einer kleinen Tasche.
Wenn Beschwerden auftreten, wird das Gerät direkt auf die nackte Brust gedrückt und die Aufzeichnung gestartet.
Die Anwendung erfolgt in wenigen Schritten:
- Gerät mit den Elektroden auf die nackte Brust drücken
- Starttaste drücken
- kurze EKG-Aufzeichnung durchführen
- automatische Datenübertragung über das Mobilfunknetz an unsere Praxis
So können auch kurze und selten auftretende Rhythmusstörungen besser dokumentiert und anschließend ärztlich ausgewertet werden.
Smartwatch und EKG-Funktion
Bei selten auftretenden Beschwerden kann auch eine moderne Smartwatch mit echter EKG-Funktion hilfreich sein. Wichtig ist dabei: Es muss tatsächlich ein EKG mit sichtbarer Kurve aufgezeichnet werden können, also eine Rhythmusaufzeichnung mit „Zacken“. Nur aus einer solchen EKG-Kurve lässt sich der Herzrhythmus medizinisch sinnvoll beurteilen.
Eine reine Pulsmessung oder eine Anzeige der Herzfrequenz reicht dafür meist nicht aus. Smartwatch-Aufzeichnungen können eine ärztliche Diagnostik nicht ersetzen, können aber bei der Einordnung seltener Beschwerden sehr hilfreich sein. Bringen Sie solche Aufzeichnungen gerne zum Termin mit oder senden Sie sie uns nach Absprache datensicher zu.
Wichtige Hinweise
- Das Gerät ist nicht dauerhaft am Körper befestigt und verursacht keine Schmerzen.
- Es sollte während des Untersuchungszeitraums möglichst immer griffbereit getragen werden.
- Bei Beschwerden sollte die Anwendung möglichst sofort erfolgen, damit der Herzrhythmus während der Symptome erfasst werden kann.
- Wenn gerade kein Mobilfunknetz verfügbar ist, werden die Daten gespeichert und später übertragen.
- Bitte behandeln Sie das Gerät sorgfältig. Starke Stöße, Schläge oder ein Sturz auf den Boden können das Gerät beschädigen.
- Das Gerät darf nicht mit Wasser in Kontakt kommen.
- Ein Postversand zur Rückgabe ist nicht möglich. Bitte geben Sie das Gerät persönlich oder durch eine beauftragte Person in der Praxis zurück.
- Die Geräte sind hochwertige medizinische Messgeräte. Bei Verlust oder erheblicher Beschädigung können gegebenenfalls hohe Kosten entstehen.
Auswertung und Rückmeldung
Die aufgezeichneten EKG-Ereignisse werden an unsere Praxis übermittelt und anschließend ärztlich ausgewertet. Dabei vergleichen wir die Aufzeichnungen mit den angegebenen Beschwerden und der medizinischen Fragestellung.
Bei Untersuchungen auf Überweisung übermitteln wir den Befund anschließend elektronisch und datensicher an die überweisende Arztpraxis. Bei relevanten Auffälligkeiten besprechen wir das weitere Vorgehen mit Ihnen.
Häufige Fragen
Wie lange kann das Gerät genutzt werden?
Je nach medizinischer Fragestellung wird der Ereignis-Rekorder für mehrere Tage bis Wochen mitgegeben.
Ist die Anwendung schmerzhaft?
Nein. Das Gerät wird nur kurz auf die Haut gedrückt. Die Untersuchung ist nicht-invasiv und schmerzfrei.
Was passiert, wenn gerade kein Mobilfunknetz verfügbar ist?
Die Daten werden gespeichert und übertragen, sobald wieder ein Mobilfunknetz verfügbar ist.
Reicht eine Smartwatch zur Abklärung aus?
Eine Smartwatch mit EKG-Funktion kann bei seltenen Beschwerden hilfreich sein, ersetzt aber keine ärztliche Untersuchung. Wichtig ist, dass eine echte EKG-Kurve aufgezeichnet wird. Eine reine Pulsmessung reicht zur Beurteilung des Herzrhythmus meist nicht aus.
Weiterführende Informationen
Weitere Informationen finden Sie in der Gebrauchsanweisung des Herstellers für den PhysioMem® PM 100.
Terminvereinbarung
Der Ereignis-Rekorder wird nicht als frei buchbare Einzeluntersuchung vergeben, sondern nur im Rahmen einer kinderkardiologischen oder EMAH-Abklärung, wenn wir dies medizinisch für sinnvoll halten.
Bitte buchen Sie dafür zunächst einen Termin zur kinderkardiologischen oder EMAH-Untersuchung über Doctolib.
Bitte wählen Sie je nach Situation eine der folgenden Terminarten:
- Kinderkardiologie Neuvorstellung
- Kinderkardiologie Verlaufskontrolle
- EMAH Neuvorstellung
- EMAH Verlaufskontrolle
Bei Fragen erreichen Sie uns per E-Mail unter info@kindundherz.de oder telefonisch unter 030 855 90 27.
Langzeit-Blutdruck
Einzelne Blutdruckmessungen können durch Aufregung, körperliche Aktivität oder die ungewohnte Situation in der Arztpraxis beeinflusst werden. Eine Langzeit-Blutdruckmessung (LZ-RR) zeichnet den Blutdruck dagegen über 24 Stunden im Alltag und während des Schlafs auf und ermöglicht so eine zuverlässigere Beurteilung.
Wann ist eine Langzeit-Blutdruckmessung sinnvoll?
- bei wiederholt erhöhten Blutdruckwerten oder Verdacht auf Bluthochdruck
- zur Unterscheidung zwischen dauerhaft erhöhtem Blutdruck und erhöhten Praxiswerten
- bei bestimmten angeborenen Herzfehlern oder anderen Erkrankungen mit erhöhtem Blutdruckrisiko
- zur Kontrolle einer bekannten arteriellen Hypertonie
- zur Beurteilung einer medikamentösen Blutdrucktherapie
Wie läuft die Untersuchung ab?
Die Messung erfolgt in der Regel über 24 Stunden. Eine passende Manschette am Oberarm ist mit einem kleinen tragbaren Aufnahmegerät verbunden. Das Gerät misst den Blutdruck automatisch in regelmäßigen Abständen – tagsüber häufiger als nachts.
Der normale Tagesablauf mit Kita, Schule, Studium oder Arbeit sollte möglichst beibehalten werden. Während einer Messung sollte der Arm kurz ruhig gehalten werden.
Wichtige Hinweise
- Das Gerät darf nicht mit Wasser in Kontakt kommen. Duschen, Baden und Schwimmen sind während der Messung nicht möglich.
- Bitte schützen Sie das Gerät vor Sand, starker Verschmutzung, Stößen und Stürzen.
- Das Batteriefach darf nicht geöffnet werden.
- Körperliche Aktivitäten können grundsätzlich wie gewohnt durchgeführt und im Protokoll dokumentiert werden.
- Bitte notieren Sie Schlafenszeiten, körperliche Aktivitäten, Medikamente und besondere Beschwerden.
- Bitte geben Sie das Gerät zum vereinbarten Zeitpunkt, meist am folgenden Tag, wieder in der Praxis ab, da es häufig bereits für weitere Patientinnen und Patienten reserviert ist.
- Eine Rückgabe per Post ist nicht möglich. Das Gerät muss persönlich oder durch eine beauftragte Person zurückgebracht werden.
- Bei Verlust oder erheblicher Beschädigung können hohe Kosten entstehen.
Das passende Protokoll können Sie direkt herunterladen oder im Servicebereich unserer Website aufrufen.
Auswertung und Befund
Nach Rückgabe werden die Messwerte ausgewertet. Dabei berücksichtigen wir insbesondere den Blutdruckverlauf am Tag und in der Nacht sowie altersabhängige Referenzwerte.
Bei auffälligen Befunden besprechen wir – abhängig von der Fragestellung – das weitere Vorgehen oder geben entsprechende Empfehlungen an die überweisende Praxis. Der Befund wird elektronisch an die zuweisende Kinderarzt-, Hausarzt- oder Facharztpraxis übermittelt.
Häufige Fragen
Bedeutet ein einzelner erhöhter Wert automatisch Bluthochdruck?
Nein. Entscheidend ist die ärztliche Beurteilung des gesamten Blutdruckverlaufs.
Kann mein Kind mit dem Gerät zur Schule oder in die Kita gehen?
Ja. Der normale Tagesablauf sollte möglichst beibehalten werden. Das Gerät darf jedoch nicht mit Wasser in Kontakt kommen.
Stört die Messung beim Schlafen?
Das Aufpumpen der Manschette kann nachts kurz stören. Die nächtlichen Messungen sind jedoch für die Beurteilung des Blutdruckverlaufs wichtig.
Können auch Erwachsene untersucht werden?
Ja. Wir führen Langzeit-Blutdruckmessungen auch bei Erwachsenen mit angeborenem Herzfehler (EMAH) durch, wenn dies im Rahmen ihrer kardiologischen Betreuung erforderlich ist.
Weitere Informationen
- Ratgeber der Praxis Kind & Herz: Auffällige Blutdruckwerte
- AWMF-Leitlinie „Arterielle Hypertonie im Kindes- und Jugendalter“
- Deutsche Hochdruckliga – Informationen zum Bluthochdruck
- Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Informationen zum Bluthochdruck
Terminvereinbarung
Für die Langzeit-Blutdruckmessung (LZ-RR) ist ein eigener Termin erforderlich. Eine einzeln gebuchte Untersuchung kann bei entsprechender Fragestellung auf Überweisung durchgeführt werden.
Bitte buchen Sie bevorzugt über Doctolib und wählen Sie die Terminart Langzeit-Blutdruckmessung (LZ-RR).
Für eine einzeln gebuchte Langzeit-Blutdruckmessung ist eine Überweisung der behandelnden Kinderarzt-, Hausarzt- oder Facharztpraxis erforderlich.
Bei Fragen erreichen Sie uns per E-Mail unter info@kindundherz.de oder telefonisch unter 030 855 90 27.
Belastungsuntersuchungen
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Belastungsuntersuchungen helfen, Beschwerden wie Kurzatmigkeit, Brustschmerzen, Leistungsschwäche oder Herzstolpern unter körperlicher Belastung einzuordnen und die Belastbarkeit des Herz-Kreislauf-Systems zu beurteilen. Wir führen sie bei Kindern und Jugendlichen sowie bei Erwachsenen mit angeborenem Herzfehler (EMAH) durch.
Ergometrie
Bei der Ergometrie, dem Belastungs-EKG, werden auf einem Fahrradergometer unter stufenweise gesteigerter Belastung EKG, Herzfrequenz, Blutdruck und körperliche Leistungsfähigkeit beurteilt.
Die Untersuchung kann insbesondere sinnvoll sein bei:
- Beschwerden oder Herzrhythmusstörungen unter Belastung
- Blutdruckauffälligkeiten
- Verlaufskontrollen bei angeborenen Herzfehlern
- Fragen zur körperlichen oder sportlichen Belastbarkeit
Spiroergometrie
Die Spiroergometrie ergänzt das Belastungs-EKG durch die Messung der Atemgase über eine Atemmaske. Dadurch lässt sich das Zusammenspiel von Herz, Kreislauf, Lunge und Muskulatur genauer beurteilen.
Sie wird insbesondere bei komplexen angeborenen Herzfehlern, unklar eingeschränkter Belastbarkeit, kombinierten Herz-Lungen-Erkrankungen und speziellen sportmedizinischen Fragestellungen eingesetzt.
Welche Untersuchung ist geeignet?
Ob eine Ergometrie oder Spiroergometrie sinnvoll ist, richtet sich nach der medizinischen Fragestellung und den bisherigen Befunden. Häufig ist eine Ergometrie ausreichend; bei speziellen Fragestellungen kann eine Spiroergometrie erforderlich sein.
Vorbereitung und Ablauf
Bitte kommen Sie beziehungsweise Ihr Kind in bequemer, sportlicher Kleidung und festen Sportschuhen. Ein kleines Handtuch kann hilfreich sein.
Für die Untersuchung werden EKG-Elektroden und eine Blutdruckmanschette angelegt; bei der Spiroergometrie zusätzlich eine Atemmaske.
Die Belastung wird unter ärztlicher Aufsicht schrittweise gesteigert und kann bei Beschwerden oder aus medizinischen Gründen jederzeit beendet werden. Gerade bei Kindern kann eine positive Motivation durch die Eltern hilfreich sein.
Auswertung
Die Ergebnisse werden gemeinsam mit den übrigen kardiologischen Befunden beurteilt. Falls erforderlich, geben wir Empfehlungen zu körperlicher Belastung, Sport, Therapie oder weiteren Kontrollen.
Bei Untersuchungen auf Überweisung wird der Befund anschließend elektronisch und datensicher an die überweisende Arztpraxis übermittelt.
Terminvereinbarung
Eine Ergometrie oder Spiroergometrie erfolgt bei entsprechender medizinischer Fragestellung im Rahmen der kardiologischen oder EMAH-Betreuung.
Bestandspatientinnen und Bestandspatienten können bevorzugt über Doctolib buchen. Bitte wählen Sie die Terminart Belastungs-EKG / Spiroergometrie.
Neupatientinnen und Neupatienten nehmen bitte mit Überweisung zunächst Kontakt mit uns auf, damit wir klären können, welche Untersuchung sinnvoll ist und welche Unterlagen benötigt werden.
Bei Fragen erreichen Sie uns per E-Mail unter info@kindundherz.de oder telefonisch unter 030 855 90 27.
Untersuchungsmethoden Kinderheilkunde
Früher Sehtest für Kinder

Eine frühzeitige Erkennung von Sehauffälligkeiten ist wichtig für die gesunde Entwicklung des Sehens bei Kindern. In unserer Praxis bieten wir daher im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen einen kurzen, schmerzfreien Sehtest mit dem Vision Screener plusoptiX S12C an.
Diese Untersuchung wird auch als Amblyopie-Screening bezeichnet. Sie hilft, Risikofaktoren für eine Sehschwäche frühzeitig zu erkennen – häufig noch bevor Kinder selbst Beschwerden äußern.
Was ist Amblyopie?
Eine Amblyopie, umgangssprachlich auch Schwachsichtigkeit, kann entstehen, wenn das Gehirn über längere Zeit unscharfe oder sehr unterschiedliche Seheindrücke beider Augen erhält. Ursachen können zum Beispiel Schielen, eine unerkannte Fehlsichtigkeit oder eine Hornhautverkrümmung sein.
Wird eine solche Sehschwäche zu spät erkannt, kann sich das Sehen trotz späterer Behandlung unter Umständen nicht mehr vollständig entwickeln. Deshalb ist eine frühe Erkennung besonders wichtig.
Für wen ist die Untersuchung gedacht?
- Säuglinge im Alter von etwa 6 bis 12 Monaten, zum Beispiel im Rahmen der U5 oder U6
- Kleinkinder im Alter von etwa 2 bis 3 Jahren, wenn eine erneute Kontrolle sinnvoll ist
- Kinder mit familiärer Vorbelastung für Sehschwächen, Schielen oder ausgeprägte Fehlsichtigkeit
- Kinder nach Frühgeburtlichkeit oder mit besonderen Risikofaktoren
- Kinder, bei denen im Alltag Auffälligkeiten des Sehens oder der Augenstellung beobachtet werden
Wie läuft die Untersuchung ab?
Ihr Kind sitzt während der Untersuchung in der Regel auf Ihrem Schoß und schaut wenige Sekunden in eine kindgerecht gestaltete Kamera. Das Gerät misst berührungsfrei aus kurzer Entfernung verschiedene optische Parameter beider Augen.
Der Vision Screener kann unter anderem Hinweise geben auf:
- Fehlsichtigkeiten, zum Beispiel Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit oder Hornhautverkrümmung
- Unterschiede zwischen rechtem und linkem Auge, sogenannte Anisometropie
- Schielen oder Auffälligkeiten der Augenstellung
- Pupillendifferenzen, sogenannte Anisokorie
Die Untersuchung ist berührungsfrei, schmerzfrei und dauert nur wenige Sekunden. Das Ergebnis liegt unmittelbar vor. Sie erhalten einen Ausdruck des Befunds für Ihre Unterlagen.
Wichtige Hinweise
- Die Untersuchung ist strahlenfrei, berührungsfrei und kindgerecht.
- Die Untersuchung dauert nur wenige Sekunden und kann meist spielerisch in den Ablauf der Vorsorgeuntersuchung eingebunden werden.
- Eine besondere Vorbereitung ist nicht erforderlich.
- Das Screening ersetzt keine vollständige augenärztliche Untersuchung.
- Bei einem auffälligen Ergebnis empfehlen wir eine augenärztliche Abklärung. Eine Überweisung stellen wir Ihnen gerne aus.
- Bitte bringen Sie die ausgefüllte Einverständniserklärung mit oder senden Sie sie vorab an uns.
- Die Einverständniserklärung ist auch im passenden Info- beziehungsweise Formularpaket zur jeweiligen Vorsorgeuntersuchung enthalten.
- Das Formular können Sie hier herunterladen: Einverständniserklärung Amblyopie-Screening
Häufige Fragen
Warum ist ein früher Sehtest wichtig?
Früh erkannte Sehauffälligkeiten lassen sich oft gut behandeln. Wird eine Amblyopie zu spät erkannt, kann eine dauerhafte Sehschwäche zurückbleiben.
Ist die Untersuchung unangenehm?
Nein. Die Untersuchung ist schmerzfrei und berührungsfrei. Ihr Kind schaut nur für kurze Zeit in das Gerät.
Was passiert bei einem auffälligen Ergebnis?
Bei einem auffälligen Ergebnis empfehlen wir eine augenärztliche Abklärung. Eine Überweisung stellen wir Ihnen gerne aus.
Wer übernimmt die Kosten?
Die Kostenübernahme hängt von der jeweiligen Krankenkasse ab. Einige gesetzliche Krankenkassen übernehmen das Amblyopie-Screening im Rahmen besonderer Versorgungsverträge, sogenannter Selektivverträge. Wenn keine Kostenübernahme über die Krankenkasse möglich ist, kann die Untersuchung als Selbstzahlerleistung durchgeführt werden (24,68 € – Stand: 01.09.2026). Einzelne Krankenkassen erstatten die Kosten nachträglich, wenn die Rechnung eingereicht wird. Bitte klären Sie dies bei Bedarf vorab mit Ihrer Krankenkasse.
Weiterführende Informationen
Terminvereinbarung
Das Amblyopie-Screening erfolgt in der Regel im Rahmen einer Vorsorgeuntersuchung. Eine separate Buchung ist meist nicht erforderlich.
Die Untersuchung dauert nur wenige Sekunden und lässt sich meist gut in den Ablauf der Vorsorge integrieren. Eine besondere Vorbereitung ist nicht notwendig.
Sprechen Sie uns beim Vorsorgetermin gerne darauf an oder vermerken Sie Ihren Wunsch bei der Onlinebuchung über Doctolib.
Bei Fragen erreichen Sie uns per E-Mail unter info@kindundherz.de oder telefonisch unter 030 855 90 27.
Hüftsonographie - Säuglingshüfte

Die Hüftsonographie nach Graf ist eine spezielle Ultraschalluntersuchung der Hüftgelenke von Säuglingen. Sie ermöglicht es, die Entwicklung und Reifung der Hüfte frühzeitig zu beurteilen. Die Untersuchung ist schmerzfrei und ohne Strahlenbelastung.
Wie wird die Untersuchung durchgeführt?
Für die Untersuchung wird der Säugling in Seitenlage gelagert. Der Schallkopf wird seitlich an der Hüfte aufgesetzt und das Hüftgelenk in einer standardisierten Ebene dargestellt. Beide Hüftgelenke werden nacheinander untersucht.
Die Untersuchung dauert in der Regel nur wenige Minuten. Eine besondere Vorbereitung ist nicht erforderlich.
Was wird bei der Untersuchung beurteilt?
Im Ultraschall lassen sich die knöchernen und knorpeligen Strukturen des noch nicht vollständig ausgereiften Hüftgelenks darstellen. Beurteilt werden insbesondere die Form und Reife der Hüftpfanne sowie die Lage des Hüftkopfes.
Was bedeutet die Graf-Methode?
Bei der Hüftsonographie nach Graf wird das Hüftgelenk in einer standardisierten Schnittebene dargestellt. Anhand definierter anatomischer Strukturen und Winkel kann der Reifegrad des Hüftgelenks beurteilt und einem Hüfttyp zugeordnet werden.
So lassen sich noch unreife Hüftgelenke von behandlungsbedürftigen Hüftreifungsstörungen beziehungsweise Hüftdysplasien unterscheiden.
Warum eignet sich Ultraschall besonders gut?
Bei Säuglingen bestehen wesentliche Teile des Hüftgelenks noch aus Knorpel und sind im Röntgenbild nur eingeschränkt beurteilbar. Mit Ultraschall können diese Strukturen dagegen sehr gut dargestellt werden. Gleichzeitig kommt die Untersuchung ohne Röntgenstrahlung aus und kann bei Bedarf wiederholt werden.
Was passiert bei einem auffälligen Befund?
Je nach Befund können eine sonographische Verlaufskontrolle oder weitere diagnostische beziehungsweise therapeutische Maßnahmen erforderlich sein. Bei behandlungsbedürftigen Veränderungen erfolgt die weitere Betreuung in Zusammenarbeit mit einer entsprechend spezialisierten kinderorthopädischen Praxis.
Weitere Informationen und Terminvereinbarung
Ausführliche Informationen dazu, wann die Hüftsonographie durchgeführt wird, für welche Kinder sie besonders wichtig ist und wie Sie einen Termin vereinbaren können, finden Sie unter Kinder- und Jugendmedizin – Sonographie der Säuglingshüfte.
CRP-Schnelltest

Bei akuten Infektionen ist allein anhand der Beschwerden und der körperlichen Untersuchung nicht immer sicher einzuschätzen, wie ausgeprägt die Entzündungsreaktion ist. Ein CRP-Schnelltest kann in ausgewählten Fällen eine hilfreiche zusätzliche Information liefern und die Entscheidung über das weitere Vorgehen unterstützen.
In unserer Praxis bestimmen wir das C-reaktive Protein (CRP) mit dem LumiraDx-System. Dafür benötigen wir nur eine sehr kleine Menge Kapillarblut. Das Ergebnis liegt innerhalb weniger Minuten vor und kann unmittelbar mit Ihnen besprochen werden.
Was ist CRP?
CRP steht für C-reaktives Protein. Seine Konzentration im Blut kann bei Entzündungsreaktionen ansteigen. Ein erhöhter Wert kann beispielsweise bei bakteriellen Infektionen auftreten, ist aber nicht beweisend für eine bakterielle Ursache.
Der CRP-Wert wird deshalb immer gemeinsam mit Beschwerden, Krankheitsverlauf und körperlichem Untersuchungsbefund beurteilt.
Wann kann ein CRP-Schnelltest sinnvoll sein?
Der Test kann bei akuten Erkrankungen die ärztliche Untersuchung ergänzen, wenn zusätzliche Informationen über die Entzündungsreaktion für die Entscheidung über das weitere Vorgehen hilfreich sind. Ob eine CRP-Bestimmung sinnvoll ist, entscheiden wir nach der Untersuchung Ihres Kindes.
Wie läuft die Untersuchung ab?
Wir benötigen nur eine sehr kleine Menge Kapillarblut aus der Fingerkuppe oder dem Ohrläppchen. Nach einem kurzen Stich mit einer Lanzette reichen wenige kleine Blutstropfen für die Messung aus.
Die quantitative Bestimmung mit dem LumiraDx-System dauert nur wenige Minuten. Das Ergebnis kann daher in der Regel noch während des Praxisbesuchs mit Ihnen besprochen werden.
Was bedeutet das Ergebnis?
Der CRP-Wert ist immer nur ein Baustein der ärztlichen Beurteilung. Ein niedriger Wert kann je nach Gesamtbefund ein abwartendes Vorgehen unterstützen, schließt eine behandlungsbedürftige Erkrankung jedoch nicht grundsätzlich aus. Ein erhöhter Wert bedeutet umgekehrt nicht automatisch, dass eine bakterielle Infektion vorliegt oder ein Antibiotikum erforderlich ist.
Je nach Zustand des Kindes, Untersuchungsbefund und Krankheitsverlauf können weitere Untersuchungen oder eine Blutentnahme, eine antibiotische Behandlung oder bei schwerer Erkrankung eine Einweisung in eine Kinderklinik erforderlich sein.
Häufige Fragen
Tut der CRP-Schnelltest weh?
Für die Untersuchung ist lediglich ein sehr kleiner Stich in die Fingerkuppe oder das Ohrläppchen erforderlich.
Wie schnell liegt das Ergebnis vor?
Die Messung dauert nur wenige Minuten. Das Ergebnis kann daher in der Regel noch während des Praxisbesuchs mit Ihnen besprochen werden.
Zeigt ein hoher CRP-Wert, dass mein Kind ein Antibiotikum benötigt?
Nein. Der CRP-Wert allein entscheidet nicht über eine antibiotische Behandlung. Maßgeblich sind immer der Zustand des Kindes, die Beschwerden, der Krankheitsverlauf und der ärztliche Untersuchungsbefund.
Wer übernimmt die Kosten?
Der CRP-Schnelltest ist in der Regel keine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung und wird daher als Selbstzahlerleistung angeboten. Die Kosten für den quantitativen CRP-Schnelltest betragen derzeit 13,41 € – Stand: 01.09.2026.
Vor der Durchführung informieren wir Sie über die entstehenden Kosten. Eine Übersicht unserer weiteren Selbstzahlerleistungen und Kosten finden Sie ebenfalls auf unserer Website.
Terminvereinbarung
Der CRP-Schnelltest ist eine ergänzende Untersuchung bei akuten Erkrankungen. Ob die Bestimmung medizinisch sinnvoll ist, entscheiden wir nach der Untersuchung Ihres Kindes. Ein eigener Termin nur für einen CRP-Schnelltest ist daher nicht erforderlich.
