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Sprachentwicklung und Sprachförderung

Die Sprachentwicklung Ihres Kindes ist ein wichtiger Prozess, den Sie aktiv unterstützen können. Im Alltag bieten sich viele einfache Möglichkeiten, die Sprache Ihres Kindes zu fördern. Hier finden Sie praktische Tipps, wie Sie das schon von der Geburt an tun können.

 

Grundlegende Tipps zur Sprachförderung

  • Sprechen Sie viel mit Ihrem Kind: Schon ganz früh ist es wichtig, dass Sie mit Ihrem Kind reden, auch wenn es noch nicht antworten kann. So gewöhnt es sich an die Sprache und den Klang von Wörtern.
  • Singen Sie Lieder: Lieder und Reime helfen, dass sich Wörter besser einprägen und das Sprachverständnis wächst.
  • Fingerspiele machen Spaß: Diese fördern nicht nur die Sprache, sondern auch die Feinmotorik Ihres Kindes.
  • Verwenden Sie einfache Sätze: Sprechen Sie langsam und klar. Vermeiden Sie lange, komplizierte Sätze oder Fremdwörter, die Ihr Kind noch nicht versteht.
  • Sprechen Sie nicht zu viel auf einmal: Geben Sie Ihrem Kind genug Zeit, um das Gesagte zu verarbeiten.
  • Zeigen Sie mit Worten, was Sie tun: Erklären Sie Ihrem Kind, was Sie gerade tun, z. B. „Ich ziehe jetzt deinen Schuh an.“ So lernt es, Worte mit Handlungen zu verbinden.
  • Lassen Sie Ihr Kind auch viel sprechen: Hören Sie aufmerksam zu und unterbrechen Sie es nicht, auch wenn es noch Fehler macht. So fühlt sich Ihr Kind ermutigt, weiter zu sprechen.
  • Korrigieren Sie sanft: Wenn Ihr Kind ein Wort falsch sagt, wiederholen Sie es einfach richtig. Das hilft ihm, ohne Druck zu lernen.

 

Förderung bei Mehrsprachigkeit

  • Muttersprache als Grundlage: Sprechen Sie von Anfang an in der Muttersprache – wenn möglich, auch beide Elternteile in ihrer eigenen Sprache.
  • Sprachen trennen: Jede Sprache sollte in einer bestimmten Situation oder von einer bestimmten Person genutzt werden.
  • Sprachliche Vielfalt im Alltag: Nutzen Sie Situationen wie Spielplatzbesuche oder den Kontakt zu anderen Kindern, um auch die Zweitsprache zu fördern.
  • Bilderbücher und Vorlesen: Schauen Sie sich Bücher auch in der Zweitsprache an und lesen Sie regelmäßig vor.
  • Geduld haben: Wenn Ihr Kind mehrere Sprachen lernt, kann es sein, dass es in der Sprachentwicklung etwas langsamer ist. Mit regelmäßiger Unterstützung wird es jedoch aufholen.

 

Hilfe bei Problemen in der Aussprache

  • Keine Panik bei kleinen Fehlern: Einige Fehler sind im Kindesalter normal, z. B. wenn Ihr Kind „Sch“ statt „S“ sagt oder den Laut „R“ anders ausspricht.
  • Übungen für die Mundmuskulatur: Mit einfachen Spielen wie Luftballons aufblasen, mit einem Strohhalm trinken oder Mundgymnastik (z. B. Zunge kreisen lassen) können Sie die Muskulatur stärken.

 

Wann ist eine Sprachtherapie sinnvoll?

  • Sprachtherapie: Wenn Ihr Kind bei den regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen (z. B. U8 oder U9) deutlich hinter den sprachlichen Erwartungen zurückbleibt, kann eine logopädische Behandlung sinnvoll sein.
  • Therapieverlauf: Eine Therapie findet meist 1–2 Mal pro Woche statt und dauert zwischen 30 und 60 Minuten. Rücksprache mit dem Therapeuten ist wichtig, um Übungen auch zu Hause fortzusetzen.

 

Tipps für zu Hause: Sprachfördernde Spiele

  • „Papperlapapp“ von Haba®: Ein tolles Spiel, das Sprachfähigkeiten fördert.
  • „Die freche Sprechhexe“ von Ravensburger®: Ein lustiges Spiel zur Sprachförderung.
  • Bildkarten zur Sprachförderung: Diese Karten können beim Benennen von Alltagsgegenständen helfen.

 

Nützliches Video zur Sprachförderung

 

Nützliche Quellen zur Sprachentwicklung

 

Wichtiger Hinweis

Sollte die Sprachentwicklung trotz aller Bemühungen nicht wie erwartet verlaufen, kann es sinnvoll sein, das Kind ärztlich untersuchen zu lassen. Möglicherweise gibt es gesundheitliche Ursachen wie Hörstörungen.

Mit Geduld, Aufmerksamkeit und gezielter Unterstützung wird Ihr Kind die Sprachentwicklung Schritt für Schritt meistern.

Wenn Sie weitere Fragen haben, sprechen Sie uns einfach an!

 

Letzte redaktionelle Prüfung am: 14.3.2026

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