Belastungseinschränkung, Ermüdung und Luftnot
Eine Verringerung der Belastungsfähigkeit und schnelle Erschöpfung können Hinweise auf eine Einschränkung der Herzfunktion sein. Man spricht dann von einer Herzinsuffizienz. Das führende Beschwerdebild ist hierbei vor allem bei Jugendlichen Luftnot, welche bei einfachen Fällen nur bzw. vor allem unter Belastung, in schweren Fällen auch in Ruhe auftreten kann.
Eine Herzinsuffizienz ist pathophysiologisch dadurch gekennzeichnet, dass das Herz nicht in der Lage ist, die Zellen des Körpers mit genügend Blut und damit Sauerstoff zu versorgen, um den Gewebestoffwechsel in Ruhe oder unter Belastung sicherzustellen. Die typischen Symptome sind Luftnot (Dyspnoe), schneller Herzschlag (Tachykardie), und die Leistungseinschränkung. Aufgrund von einer körpereigenen Gegenregulation kommen Zeichen der schlechten Durchblutung (kalte, blaue Hände) sowie Flüssigkeitseinlagerungen im Lungen- und/oder Körperkreislauf hinzu.
sind ein häufig Grund für eine Untersuchung beim Kinderkardiologen.. Hierbei sind viele Ursachen möglich - von einem einfachen mangelhaften Trainingszustand und Übergewicht, bis hin zu ernsthaften Erkrankungen des Herzens und/oder der Lunge.
Bei herzinsuffizienten Kindern liegt in mehr als 60% ein angeborener Herzfehler als Ursache vor. Hauptursachen bei Kindern mit normalem Herzen sind Herzmuskelerkrankungen (Kardiomyopathien), die in der Regel eine Verschlechterung aufweisen, und entzündliche Herzerkrankungen.
In der Regel lässt sich anhand einer einfachen Ultraschalluntersuchung (Echokardiographie) sowie einem EKG die Ursache der Leistungseinschränkung von Seiten des Herzens beweisen oder ausschließen. Die ursächliche (kausale) Therapie der Herzinsuffizienz bei angeborenen Herzfehlern ist die Intervention oder Operation. Die überwiegende Mehrzahl dieser Kinder benötigt daher nur eine zeitlich begrenzte medikamentöse Behandlung, da nach der Korrektur die Ursache für die Herzinsuffizienz beseitigt ist. Zur Beurteilung des Ausmaßes der Belastungseinschränkung kann man spezielle Belastungstests durchführen, bei denen sowohl die Einzelwerte das Ausmaß der Einschränkung genau und objektiv bestimmen lassen aber vor allem der Verlauf der Ergebnisse die Behandlung unterstützen kann. Typische Tests hierfür sind der 6 min Gehtest, die Spiroergometrie (Fahrrad- oder Laufband-Belastung) oder der einfache Treppensteigetest.
Für weitere Detailinformationen- siehe Leitlinien der DGPK: Chronische Herzinsuffizienz
