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Hausstaubmilben-Allergie

Hausstaubmilben-Allergien können ganzjährig Symptome verursachen

Was sind Hausstaubmilben?

Hausstaubmilben sind mikroskopisch kleine Tiere, die in jedem Haushalt leben und sich unter anderem von menschlichen Hautschuppen ernähren. Sie sind natürliche Mitbewohner unserer häuslichen Umgebung und haben nichts mit mangelnder Hygiene zu tun. Sie übertragen auch keinerlei Krankheiten

 

Ideale Lebensbedingungen für die Milben herrschen bei einer Raumtemperatur von 25 Grad sowie einer Luftfeuchtigkeit zwischen 65 und 80 Prozent. Diese finden die Tiere z.B. in Polstermöbeln und Teppichen abrer auch in Kuscheltiere. Die höchste Milbendichte findet man aber in Matratzen man bis zu zehn Millionen Milben in einer einzigen Matratze finden kann.

Wie wird eine Hausstaubmilbenallergie ausgelöst?

Der Auslöser der Hausstaubmilbenallergie, die Milbenallergene, befindet sich vor allem im Kot der Milbe. Die Kotbällchen zerfallen nach dem Austrocknen in sehr kleine Teilchen, die sich dann mit dem Hausstaub verbinden. Durch Bewegungen von Textilien, wie Bettdecke, Matratze oder Teppiche sowie durch den Luftzug wird dieser allergenhaltige Staub aufgewirbelt und gelangt in die Atemluft. Diese kann bei empfindlichen Personen zur Entwicklung von Antikörpern im Blut führen, der sogenannten Sensibilisierung. Untersuchungen haben gezeigt, dass fast bei jedem 4. Kind bereits Hausstaubmilben-Antikörper im Blut finden lassen..

 

Die Hauptvermehrungszeit der Hausstaubmilben liegt in den Monaten Mai bis Oktober. Mit Beginn der Heizperiode und der damit verbundenen Abnahme der relativen Luftfeuchtigkeit stirbt die größte Menge der Milben ab. Damit hat sich die maximale Menge an Exkrementen angesammelt, so dass die Beschwerden für Hausstaubmilben-Allergiker in dieser Zeit am größten sind. Typisch sind stärkere Beschwerden besonders nachts und am frühen Morgen nach dem Aufstehen.

Was sind die typischen Beschwerden der Hausstaubmilbenallergie?

Bei der Hausstaubmilbenallergie treten ähnliche Beschwerden wie einer Pollenallergie ('Heuschnupfen') auf. Typisch sind

  • Niesattacken,
  • eine ständig laufende und verstopfte Nase,
  • häufiger trockener Husten und
  • tränende, aber auch sehr trockene und juckende Augen.

 

Die Beschwerden werden oft nicht als so akut empfunden wie bei Pollenallergie und treten im Gegensatz zu dieser ganzjährig auf. Typisch ist auch, dass die Symptome morgens stark sind, im Laufe des Tages abnehmen und sich am Abend wieder stärker bemerkbar machen.

 

Einige Symptome werden anfänglich häufig nicht  mit einer Hausstaubmilbenallergie in Verbindung gebracht wie ein

  • Kopfschmerzen,
  • Schlafstörungen,
  • eine generelle Abgespanntheit,
  • ständiges Räuspern oder auch
  • allergische Hautreaktionen

 

Auch können die Symptome eines Asthma bronchiale und eine Neurodermitis verstärkt werden.

Wann muss an eine Hausstaubmilbenallegie gedacht werden?

Hausstaubmilben als Verursacher einer Allergie sind dann in Betracht zu ziehen wenn ihr KInd die typischen Symptome hauptsächlich zu Haus - also im Wohnungs-Umfeld bekommt und diese sich im Freien bessern; typisch ist dabei ein ganzjähriges Auftreten.

 

Vereinbaren Sie einen Untersuchungstermin bei dem wir die Beschwerden besprechen können  und eine körperliche Untersuchung durchführen. Falls ein begründeter Verdacht besteht, kann ein  Bluttest erfolgen, der ggf. weitere Anhaltspunkte für eine Sensibilisierung; als Beweis für eine Hausstaubmilbenallergie bieten kann. Manchmal sind weitere Tests wie z. B. ein in Provokationstest mit Allergen-Gabe auf die Nasenschleimhaut durch einen Spezialisten notwendig, um die Diagnose zu sichern.

 

Wie können sich Betroffene schützen?

Die Sanierung des Bettes ist die wichtigste Maßnahme.

  • Die Matratze sollte mit allergendichten Matratzenüberzügen, so genannten Encasings, versehen werden; diese können per Rezept durch uns verordnet werden.
  • Das Bettzeug (Oberbetten) und Kleidungstücke sollten regelmäßig bei mindestens 60°C gewaschen werden.

 

Eine absolut staub- und milbenfreie Wohnumgebung lässt sich nicht herstellen. Dennoch sollte man zumindest Staubfänger vermeiden. Besonderes Augenmerk liegt hier auf dem Kinderzimmer; Kuscheltiere können bei niedrigeren Temperaturen (zum Beispiel 30 Grad Celsius) in Waschlauge mit Waschzusätzen (z.B. Benzylbenzoat) gereinigt werden und anschleissen über mindestens 5 Stunden  im Tiefkühlfach bei-20 Grad Celsius gekühlt werden.

 

Für Staubsauger werden Feinstaubfilter zur Rückhaltung der eingesaugten Allergene empfohlen. Diese sollten entsprechend den Herstellerangaben regelmäßig gewechselt werden.

 

Zusätzlich zu Sanierungs- und Präventionsmaßnahmen können antiallergische (Antihistaminika) oder auch antientzündliche Medikamente (z.B. Cortison-Nasen- oder Asthmasprays) notwendig sein, um akute allergische Beschwerden gut zu lindern. Bei besonders schwer Betroffenen kann auch eine spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung) erwogen werden.

 

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