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Mundfäule - Stomatitis aphtosa

Mundfäule ist eine schmerzhafte Entzündung der Mundschleimhaut. Meist handelt es sich um die erste Infektion mit dem Herpes-simplex-Virus Typ 1. Vor allem Säuglinge und Kleinkinder sind betroffen. Die Erkrankung ist oft sehr unangenehm, heilt aber in der Regel nach einigen Tagen bis etwa ein bis zwei Wochen folgenlos ab.

Typische Beschwerden

Die Erkrankung beginnt häufig mit Fieber, Abgeschlagenheit und deutlichem Krankheitsgefühl. Danach zeigen sich schmerzhafte Veränderungen im Mund. Typisch sind:

  • gerötetes, geschwollenes Zahnfleisch,
  • Bläschen, kleine wunde Stellen oder Geschwüre an Lippen, Zunge und Mundschleimhaut,
  • Schmerzen beim Essen und Trinken,
  • vermehrter Speichelfluss,
  • unangenehmer Mundgeruch,
  • geschwollene Lymphknoten am Hals.

Ansteckung

Die Ansteckung erfolgt vor allem über Speichelkontakt, zum Beispiel durch engen Kontakt oder gemeinsam benutzte Gegenstände wie Becher oder Besteck. Während der akuten Beschwerden ist die Ansteckungsgefahr erhöht. Ansteckend ist die Erkrankung in der Regel, bis die Bläschen beziehungsweise Schleimhautveränderungen abgeheilt sind.

Behandlung

Die Behandlung richtet sich vor allem nach den Beschwerden. Wichtig sind:

  • ausreichend Flüssigkeit in kleinen, häufigen Portionen,
  • kühle, weiche Speisen,
  • Vermeidung von sauren, salzigen oder stark gewürzten Lebensmitteln,
  • bei Bedarf schmerzlindernde oder fiebersenkende Medikamente wie Paracetamol oder Ibuprofen,
  • gegebenenfalls lokal lindernde Mittel für die Mundschleimhaut.

 

Lokal können je nach Situation zum Beispiel Kamillenzubereitungen wie Kamillentee, Kamistad oder Kamillosan, Dexpanthenol-haltige Präparate wie Bepanthen Lösung, antiseptische Mundspüllösungen mit Chlorhexidin oder schmerzlindernde Mundgele wie Dentinox Mundgel, Kamistad oder Infectogingi Mundgel eingesetzt werden.

 

Bei Mundfäule ist Aciclovir in den meisten Fällen nicht sinnvoll. Wichtig sind vor allem Schmerzlinderung und ausreichendes Trinken. Worauf Eltern achten sollten

 

Bitte achten Sie besonders darauf, ob Ihr Kind genug Flüssigkeit aufnimmt. Durch die Schmerzen im Mund trinken manche Kinder deutlich weniger. Hinweise auf eine mögliche Austrocknung können sein:

 

  • trockene Lippen oder trockener Mund,
  • wenig Urin oder weniger nasse Windeln,
  • auffallende Müdigkeit oder Schwäche,
  • deutlich verminderte Trinkmenge.

Wann sollte Ihr Kind ärztlich vorgestellt werden?

Bitte melden Sie sich in unserer Praxis, wenn:

  • Ihr Kind kaum oder gar nicht trinkt,
  • hohes Fieber besteht,
  • starke Schmerzen anhalten,
  • Ihr Kind sehr matt wirkt,
  • Sie Zeichen einer Austrocknung bemerken,
  • Sie unsicher sind oder der Verlauf ungewöhnlich erscheint.

Kita und Schule

Ihr Kind sollte erst dann wieder in die Kita, Schule oder andere Betreuung gehen, wenn es sich deutlich besser fühlt, wieder ausreichend trinkt und die Beschwerden weitgehend abgeklungen sind. Ein ärztliches Attest ist in der Regel nicht erforderlich.

Kann Mundfäule erneut auftreten?

Die eigentliche Mundfäule tritt meist nur bei der ersten Infektion mit dem Herpes-simplex-Virus auf. Spätere Reaktivierungen zeigen sich in der Regel eher als Lippenherpes und nicht noch einmal als ausgeprägte Mundfäule.

Wichtig für Neugeborene

Personen mit akutem Lippenherpes sollten engen Kontakt zu Neugeborenen möglichst vermeiden. Schnuller oder Sauger sollten nicht von Erwachsenen in den Mund genommen werden.

 

Letzte redaktionelle Prüfung am: 24.03.2026

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